voice over ip
verbindungsaufbau voice over ip

Verbindungsaufbau

Damit eine Verbindung zu einem bestimmten Benutzer aufgebaut werden kann, muss dessen Adresse eindeutig bekannt sein. Im Internet ist jeder Benutzer über eine IP-Adresse in Kombination mit einem Port identifiziert. Allerdings verwenden die meisten Benutzer heutzutage keine festen IP-Adressen: Bei jeder Einwahl wird ihnen eine neue dynamische IP-Adresse zugewiesen. Außerdem verwenden viele Internet-Nutzer Router mit NAT, so dass mehrere Geräte sich eine IP-Adresse im Internet teilen können. Es ist also nicht ohne weiteres möglich zu wissen, unter welcher IP-Adresse und Portnummer der gewünschte Gesprächspartner zu erreichen ist.

Um dieses Problem zu lösen wurde von der IETF das Session Initiation Protocol (SIP) entwickelt. Es erlaubt SIP-Endpunkten (zum Beispiel einem SIP-Telefon) sich an einem SIP-Server zeitlich befristet anzumelden, so dass andere SIP-Endpunkte die momentane IP-Adresse vom SIP-Server erfragen können. Die Adressierung findet hierbei über einen URI statt, die Telefonnummer wird dabei durch eine "E-Mail-Adresse" ersetzt. Dies führt dazu, dass man in Zukunft über eine Adresse erreichbar sein wird, die dann sowohl für E-Mail als auch Telefonie verwendet werden kann. Desweiteren sind mit SIP auch Videotelefonate möglich, als auch Instant Messaging, über den SIMPLE-Standard der ebenfalls von der IETF entwickelt wurde.

Um eine eigene SIP-Adresse (URI) zu bekommen kann man sich bei vielen freien und kostenpflichtigen Anbietern anmelden. Die meisten ermöglichen das Telefonieren mit Teilnehmern des herkömmlichen Telefonnetzes, da es sich hierbei um ihr Geschäftsmodell handelt. Allerdings vergeben nur einige wenige Anbieter klar ersichtliche SIP-Adressen, sondern hauptsächlich herkömmliche Telefonnummern, da die wenigsten SIP-Telefone eine URI wählen können.

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